de Von Château-d’Oex nach Jaun – ein zweitägiges Abenteuer

FREIZEIT UND AGROTOURISMUS - 2021

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Von Château-d’Oex nach Jaun – ein zweitägiges Abenteuer

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DOSSIER

Von Château-d’Oex nach Jaun – ein zweitägiges Abenteuer

 

In den Voralpen zwischen den Kantonen Waadt und Freiburg lädt das Naturschutzgebiet Vanil Noir zu aussergewöhnlichen Wanderungen ein. Erwarten Biker atemberaubende Panoramen.

Zwei Tage, etwas mehr als 30 Kilometer, 1800 Meter positiver Höhenunterschied: Das steht bei dieser Tour über die Höhen des Kantons Waadt und dann des Kantons Freiburg – oder umgekehrt – auf dem Programm. Deshalb überprüfen wir lieber zweimal, ob sich kein unnötiger Ballast in unsere äusserst imposanten Rucksäcke verirrt hat. Ein letzter Stopp an einem Brunnen in Château-d’Oex und dann machen wir uns auf den Weg. Wanderungen in den Bergen sind eine Sache. Mehrtägige Wanderungen eine ganz andere. Um das zu begreifen, müssen Sie sich nicht monatelang auf den Weg nach Santiago de Compostela begeben. Eine Übernachtung unterwegs genügt bereits, um der Unternehmung einen anderen Charakter zu verleihen. Einen Hauch von Abenteuer, etwas Unbekanntes, das unnachahmliche Gefühl einer Fernwanderung. Schritt für Schritt macht sich die wundervolle Erkenntnis breit, dass unsere Beine uns weit tragen können, über Pässe, die uns wie offene Tore in unbekannte Welten führen. Wenn Sie die Nacht darüber hinaus in einer Berghütte oder unter freiem Himmel verbringen, haben Sie bei Ihrer Heimkehr viel zu berichten.

Für diese Alpentour haben wir ein Teilstück des mit der Nummer 78 markierten «Freiburger Voralpenwegs» ausgewählt. Diese Strecke führt den Wanderer in fünf Etappen von Freiburg am berühmten Schwarzsee vorbei bis nach Château-d’Oex. Wir werden zwei dieser Etappen in umgekehrter Richtung zur offiziellen Variante bewältigen. Warum auch nicht? Ein Blick auf die Karte verrät uns, dass dieser erste Tag anspruchsvoll wird: 1000 Höhenmeter auf den ersten zehn Kilometern. Es ist also wenig erstaunlich, dass das Dorf Château-d’Oex in unserem Rücken rasch immer kleiner wird, während wir die Flanke des Vanil Noir in Angriff nehmen.

Klicken Sie auf das Bild oben, um es zu vergrößern.

NACHT IN DER HÖHE

Je höher wir klettern, desto wilder wird die Landschaft. Noch einige Almen, noch einige Chalets, dann nichts ausser Kalkstein und mit Blumen übersäte Bergwiesen. Gesäumt von einem schmalen Kamm thront der Vanil Noir in seiner ganzen Pracht über uns. Mit 2389 Metern ist er der höchste Gipfel des Kantons Freiburg. Er bildet auch das Kernstück des gleichnamigen Naturschutzgebiets, in dem Murmeltiere, Steinböcke, Aspisvipern und über 70 Schmetterlingsarten ein ungestörtes Leben führen.

Der nackte, von tausend Rissen durchzogene Kalkstein vermittelt uns den Eindruck, auf einer grösseren Höhe zu sein, als wir es tatsächlich sind, nämlich nie oberhalb von 1900 Metern. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Beine schwer sind, während der endlich ebene Pfad den Höhenkurven zu folgen scheint. Auf dem Umweg um einen Kamm hebt sich eine helle Silhouette vom Felsen ab: das Schindeldach der Berghütte Les Marindes.

 

IM SCHATTEN DER GASTLOSEN

Der Wecker hat zeitig geklingelt im Mehrbettzimmer. Instant-Kaffee, dicke Butterbrote, Trinkflaschen mit heissem Tee und schon sind wir wieder unterwegs. Die Talmulde, die sich zwischen der Dent de Brenleire und dem Hochmatt erstreckt, vermittelt uns mit ihren Landwirtschaftswegen, Kühen und Chalets mit rauchenden Schornsteinen den Eindruck, zurück in der Zivilisation zu sein. Raus aus dem Vanil Noir und rein in die Kette der Gastlosen mit ihrer fein gezackten Silhouette.

Unter der bereits hochstehenden Sonne geniessen wir die Kühle zahlreicher herabstürzender Bäche und klettern über Weiden hinauf zum imposanten Soldatenhaus. An diesem ehemaligen militärischen Ausbildungsposten gibt es statt graugrüner Uniformen heute nur noch bunte Kletterbekleidung. Von hier aus ist der Abstieg zum Dorf Jaun, das schon bald im Schatten der Schopfenspitz und des Schafbergs zu erkennen ist, ein Leichtes. In zwei Tagen sind wir von einem Kanton in den nächsten gewandert. Und vor allem haben wir einen ersten Eindruck von der Magie der Fernwanderung gewonnen.

 

TEXT: CLÉMENT GRANDJEAN

FOTOS: DR

 

INFOS: Unsere Route: «Freiburger Voralpenweg», Nr. 78, Etappe 5 und 4,
www.schweizmobil.ch/de

TERROIR FÜR UNTERWEGS

Die besten Freiburger Spezialitäten für ein Picknick? Das ist das Prinzip der «Picnic-Box Fribourg Région». Cuchaule, Jambon de la borne, lokale Fruchtsäfte oder regionales Gebäck, um sich für das grosse Abenteuer zu stärken!

www.terroir-fribourg.ch

BALLONFAHRER-MEKKA

Wer Château-d’Oex besucht, muss unbedingt einen Abstecher ins Espace Ballon machen. Dieses Museum zeichnet die Geschichte der Heissluftballons von Ikarus bis zur Familie Piccard auf spielerische Weise nach.

Espace Ballon

chemin des Ballons 2, 1660 Château-d’Oex

www.espace-ballon.ch

KÖSTLICHES AUS DER BERGKÄSEREIE

Bergraclette aus Rohmilch, Mutschli mit Kräutern, Jauntaler, Vacherin fribourgeois, Gruyère... Die Auswahl an Spezialitäten in der Bergkäserei Jaun ist beeindruckend.

Käserei Jaun

Jaunpassstrasse 4, 1656 Jaun (FR)

www.fromagerie-jaun.ch