de Swisstainable: Reisen kann also wirklich nachhaltig sein

FREIZEIT UND AGROTOURISMUS - 2022

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Swisstainable: Ein neues Label von Schweiz Tourismus bezeichnet die nachhaltigsten Destinationen.

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Swisstainable: Reisen kann also wirklich nachhaltig sein

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REPORTAGE

Die Schweiz ist bereits vorbildlich im Bereich des nachhaltigen Tourismus, möchte aber noch besser werden.

© SAMUEL BÜTTLER

Swisstainable: Reisen kann also wirklich nachhaltig sein

 

Dieses Label wurde 2021 von Schweiz Tourismus eingeführt und ermutigt die Akteure der Branche, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Es zeigt ihnen Wege auf, wie sie dies erreichen können.

Das Label «Swisstainable» mag zwar aus einem Wortspiel entstanden sein. Doch es betrifft ein ernstes Thema. («Swisstainable» ist eine Zusammensetzung aus «swiss» und «sustainable». Letzteres bedeutet auf Englisch «Nachhaltigkeit».) Tatsächlich ist der Respekt vor unserem Planeten und damit die nachhaltige Entwicklung in aller Munde. Sowohl auf der Ebene der internationalen Politik als auch am Familientisch. Gerade, wenn es um die Ferienplanung geht, neigen wir aber oft dazu, unsere grünen Überzeugungen über Bord zu werfen, vor allem nach zwei Jahren erzwungener Bewegungslosigkeit. Kann Reisen also wirklich nachhaltig sein?

Die von Schweiz Tourismus lancierte Initiative Swisstainable versucht, Beispiele aus unserem Land zusammenzutragen, die diese heikle Frage mit Ja beantworten können. Andere Anbieter wie Bergbahnen, Unterkünfte, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten sollen ermutigt werden, sich dem Programm anzuschliessen.

 

FÖRDERUNG DER LOKALEN WIRTSCHAFT

Nachhaltige Entwicklung erstreckt sich über viele verschiedene Bereiche und beruht auf drei Säulen: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Wechselwirkungen zwischen diesen Säulen sind der Ausgangspunkt für Veränderungen und die Hoffnung auf eine langfristige Wirkung. Hier geht es also nicht nur um den Schutz der Natur, sondern auch darum, die Akteure der lokalen und saisonalen Wirtschaft in den Vordergrund zu stellen. Die Schweiz bietet bereits viele solcher Angebote an und belegt in internationalen Nachhaltigkeitsrankings regelmässig Spitzenplätze. Bis vor kurzem wurden die Schweizer Angebote jedoch nur sehr zurückhaltend vermarktet. Dies wollte Schweiz Tourismus in Zusammenarbeit mit allen Branchenverbänden mit dem Label Swisstainable ändern.

Die Bewegung, die zwischen einem Ansatz und einer Philosophie angesiedelt werden kann, wird in drei Kategorien unterteilt. Die Unterteilung erfolgt entsprechend dem Grad des Engagements der bislang 740 involvierten Akteure der Tourismusbranche: «committed» (engagiert), «engaged» (entschlossen) und schliesslich «leading» (führend). Das grüne Logo zeichnet also Unternehmen aus, die (noch) keine Zertifizierungen oder andere Nachhaltigkeitsnachweise haben, sich aber für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen und ihre Aktivitäten nachhaltig ausbauen wollen. Es zeichnet aber auch Unternehmen der höchsten Stufe aus, die bereits über eine umfassende und anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung verfügen und regelmässig extern geprüft werden. Es liegt also an jedem Einzelnen, seinen Platz zu finden und zu akzeptieren, dass er auf diesem gewundenen, aber sinnvollen Weg eine gewisse Führung braucht.

 

MEHR INFOS www.stnet.ch/de/swisstainable

FRAGEN AN…

VÉRONIQUE KANEL, MEDIENSPRECHERIN VON SCHWEIZ TOURISMUS

 

Warum hat Schweiz Tourismus Swisstainable gegründet?

Wir haben dieses Label im Februar 2021 mit der Unterstützung des Staatssekretariats für Wirtschaft und der touristischen Dachverbände eingeführt, um alle Akteure der Branche in einer gemeinsamen Bewegung zu vereinen. Entscheidend ist das Engagement für die Entwicklung der Nachhaltigkeit in der Tourismuswelt. Und das geschieht durch ein dreistufiges Programm, damit jedes Mitglied Fortschritte machen und vom Know-how der anderen profitieren kann. Swisstainable ist keine Zertifizierung im eigentlichen Sinne, aber die Verwendung des Logos bestätigt, dass der Anbieter Teil dieses Prozesses ist. Es wird Touristen in einem zweiten Schritt ermöglichen, sich über die umgesetzten Massnahmen zu informieren.

 

Haben Sie sich von etwas Ähnlichem im Ausland inspirieren lassen?

Nein. Soweit ich weiss, gibt es nirgendwo sonst etwas Ähnliches. Swisstainable entstand nach langen Überlegungen aller touristischen Dachverbände. Die Umsetzung erfolgte über die Forschung, die Vorstudien durchführte, besonders im Hinblick auf bestimmte internationale Labels. Wir haben uns drei Jahre Zeit gegeben, um das Programm vorzustellen und möglichst viele Anbieter davon zu überzeugen, daran teilzunehmen. Es ist die Aufgabe des Schweizer Tourismusverbands, sich auch um den Austausch zwischen den Labelträgern zu kümmern. Der nächste Schritt, der in die Zuständigkeit von Schweiz Tourismus fällt, ist die Vermarktung dieser Angebote, um die geleistete Arbeit aufzuwerten.

 

Wie so oft im Bereich der Nachhaltigkeit zählt jeder kleine Schritt...

Genau das ist es! Nicht alle Anbieter können in kürzester Zeit eine 180-Grad-Wende vollziehen. Wir möchten sie dazu ermutigen, den ersten Schritt zu machen und sich zu verpflichten, an der ersten Stufe des Programms teilzunehmen, für die keine vorherige Zertifizierung erforderlich ist. Es liegt an uns und den anderen Mitgliedern, sie davon zu überzeugen, dass eine Teilnahme nur Gutes mit sich bringt, sowohl für die Entwicklung ihres Unternehmens als auch für dessen Wertschätzung.