AGROTOURISMUS

IN KÜRZE

Ein Augenmerk auf die Neuheiten im Bereich Agrotourismus

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NACHGEFRAGT

Agrotourismus hat Aufschwung

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BEGEGNUNG

Zu Besuch bei einer Freiburger Bauernfamilie

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DOSSIER

Die Herzroute: Auf 700 Kilometern die Schweiz per E-Bike erkunden

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Auf Mulis Rücken durch den Jura

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Die ideale Kombination: Wandern und Schlafen auf dem Bauernhof

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Wo die Sonne dreifach scheint

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Bei den Schweizer Pferden

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Der Wilde Westen von Luzern

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Wo man einander Du sagt

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Ein Zeuge alter Zeiten

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GENUSS

Die besten Produkte aus dem Wallis

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Für einen erfolgreichen Aufenthalt: Tessin und Graubünden

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Für einen erfolgreichen Aufenthalt: Ostschweiz und Zürich Region

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GENUSS

SCHMACKHAFTE REGIONALE PRODUKTE

Raclettekäse, Roggenbrot, Trockenfleisch oder seltene Rebsorten... Das Wallis ist reich an schmackhaften Produkten, hergestellt im Einklang mit der Natur und nach alter Tradition.

DAS SUBTILE AROMA DES ROTEN GOLDES

 

Immer im Oktober verfärben sich die Felder des Dörfleins Mund oberhalb von Brig zart violett. Für die Dorfbewohner geben die delikaten Krokus-Blüten das Startsignal für einen langen Arbeitstag. Gleich am Morgen nach der Blust müssen die Blumen rasch gepflückt und getrocknet werden, weil sie am Abend schon verblüht sind. Seit 1977 werden hier aus den roten Narben des Crocus sativus zwei bis drei Kilo Safran pro Jahr gewonnen. Diese Fertigkeit ist für die Schweiz einzigartig und wird seit über einem Jahrhundert von Generation zu Generation weitergegeben. Munder Safran AOP schmeckt sehr gut im Risotto, in einer Suppe oder Sauce. Es verleiht sein subtiles Aroma aber auch gerne einem Brot oder einem Eis-Parfait. Beides ist im Dorfrestaurant erhältlich.

 

Restaurant Safran, Bernhard Loretan, Dorf 4, 3903 Mund, T. 027 923 13 76.

TROCKENFLEISCH: EINE FRAGE DER TRADITION

 

Trockenfleisch, Speck, Würste oder Rohschinken: Sie sind eine Walliser Tradition oder besser: eine Institution! Dies hat mit dem harten Alpenklima zu tun, welches das Anlegen haltbarer Reserven für die Bevölkerung zur Überlebensfrage machte. Lange Zeit wurden die Trocknungstechniken für das Fleisch von Generation zu Generation weitergegeben. Heute stellt die Trockenfleischproduktion eine eigene Geschäftsbranche dar, die von rund fünfzig Fachleuten im ganzen Wallis gepflegt wird. Die Herstellung genügt einem strengen Pflichtenheft, denn das Walliser Trockenfleisch aus Rindfleisch ist seit 2003 als IGP eingetragen, der Walliser Rohschinken und der Walliser Trockenspeck aus Schweinefleisch seit 2015.

 

Salaisons d’Anniviers, Route des Landoux 35, 3961 Vissoie,

T. 027 475 21 21, www.salaisons-anniviers.mozello.ch.

WENN DER KÄSE NUR SCHMILZT

 

Der Sage nach habe ein Walliser Weinbauer das Raclette erfunden, weil er einen Käselaib unabsichtlich zu nahe ans Feuer gerückt habe. Gegessen wird es zwar schon seit dem 16. Jahrhundert, doch «Raclette» heisst es eigentlich erst seit 1874. Seit jeher wird dafür Käse aus roher Kuhmilch verwendet, der als typisches Produkt ausschliesslich in Walliser Kleinkäsereien verarbeitet und affiniert wird. Einzige Ausnahme bildet eine Alp in der Gemeinde Kandersteg (BE). Der Käse-Shop La Fromathèque in Martigny bietet aber auch einen Schafkäse an, der an der Käseweltmeisterschaft 2018 in den USA den World Cheese Award gewonnen hat. Am besten geniesst sich Raclette mit Gschwellti, eingelegten süsssauren Zucchetti und einem Glas Fendant.

 

La Fromathèque,

Route du Grand Saint-Bernard 28, 1921 Martigny-Croix,

T. 027 565 86 86, www.lafromatheque.ch.

LANG LEBE DER ROGGEN

 

Bereits vor über 800 Jahren ernährten sich die Walliser Bauern von Roggen. Diese Getreideart wurde wegen ihrer Schnee-, Hitze- und Dürrebeständigkeit im ganzen Kanton bis in die oberen Höhenlagen angebaut. Dank seiner grossen Haltbarkeit nahm das Roggenbrot auf den Speisezetteln im Rhonetal einen besonderen Platz ein. Das rustikale Gebäck, das nur aus den natürlichen Zutaten Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Sauerteig hergestellt wird, ist reich an Ballaststoffen und Vitaminen und steht auch heute noch hoch im Kurs. Der Roggenanbau fristet heute zwar ein Nischendasein, die Tradition wird aber von rund dreissig Bauern fortgesetzt. Jedes Jahr stellen die Walliser Bäckereien knapp eine Million der runden, AOP-zertifizierten Brote her. Auch der Roggen selber, der heute in neuen Formen vermarktet wird, insbesondere als Chips und Perlen, setzt seinen Siegeszug durch die Liebhaber-Gaumen fort.

 

Bäckerei, Traiteur und Restaurant Zenhäusern,

Chemin du Lazaret 5, 1950 Sion,

T. 027 327 327 (Filialen in Martigny, Siders, Conthey, Grône, Savièse, Brig, Visp und Naters).

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EIN BIER MIT BERGDUFT

 

In den letzten Jahren ist die Schweiz das Land mit den meisten Mikrobrauereien pro Kopf geworden. Und auch das Wallis entkommt diesem Trend nicht. Von Brig über Saas-Fee und Martigny bis Saint-Maurice zählt der Bergkanton mittlerweile rund vierzig Kleinbrauereien. Zum Beispiel die 7Peaks Brasserie in Morgins im Val d’Illiez. Die Gründer, Corinne und Robby Collins, brauen ganzjährig sieben ganz unterschiedliche Biere, die sie nach den sieben Gipfeln der Dents du Midi getauft haben. Das «Haute-Cime» ist schön schwarz und schmeckt am Gaumen intensiv nach Bitterschokolade und Kaffee. Das «Forteresse» hingegen bietet intensive Himbeer- und Heidelbeeraromen. Gebraut wird auf über 1300 Metern über Meer!

 

7Peaks, Route de Bas-Vièze 83, 1875 Morgins,

T. 024 565 18 72, www.7peaksbrasserie.ch.

SIRUP FÜR EINEN SÜSSEN SOMMER

 

Tannengrün, zitronengelb, karminrot: Mit dem bunten Schmetterling sind die Sirupflaschen von Morand nicht zu übersehen. Seit über einem Jahrhundert begleiten sie viele Schweizer Familien durch die heissen Sommertage. Alles begann 1889 in Martigny, als Louis Morand den Kräuter-Honig-Likör «Grand-St-Bernard» kreierte, der ihm sofortigen Ruhm einbrachte. Da er schon immer davon geträumt hatte, die Früchte seiner Region zu verwerten, packte er die Gelegenheit beim Schopf und lancierte die Produktion eines Williamsbirnen-Branntweins. Die Birnen, Luizet-Aprikosen und Walliser Äpfel wurden in der Folge zu den Grundzutaten seiner berühmten Sirups. Heute pflegt bereits die vierte Generation diese Tradition und setzt rund vierzig verschiedene Aromen ab: von Grenadine über Minze und Erdbeere bis zur Aprikose.

 

Distillerie Louis Morand & Cie, Rue de Plaisance 2, 1920 Martigny, T. 027 722 20 36.

APRIKOSE: DIE WALLISER PRINZESSIN

 

Von Siders bis Martigny entlang der Rhone erstreckt sich das Königreich der Aprikose. Mit 300 Sonnentagen pro Jahr ist diese Region stolz darauf, 96 Prozent der inländischen Produktion zu gewährleisten. Neben der traditionellen Luizet-Aprikose werden heute rund 70 Sorten angebaut: Vick Royal, Bergarouge, Tardif de Tain usw. Die Aprikose ist in der Sommerzeit ein besonderer Gaumenschmaus. Der Leckerbissen aus dem Walliser Obstgarten ist sowohl für Wähen, Konfitüren und Sorbets, als auch für salzige Gerichte geeignet. Nicht zu vergessen der famose Aprikosen-Branntwein Abricotine AOP, der als Digestif zu jedem Festessen passt.

 

Aprikosen und Saft: Domaine de Courvieux,

Avenue de Fully, 1920 Martigny, T. 077 464 61 81.

Schnaps und Spirituosen: Distillerie Louis Morand & Cie,

Place de Plaisance 2, 1920 Martigny.

AMIGNE, EIN TRAUM EINER TRAUBENSORTE

 

Die Traubensorte Amigne hat einen steinigen Weg hinter sich. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts wäre sie beinahe ausgestorben, weil sie als zu unproduktiv galt. Dann erlebte sie nach dem Zweiten Weltkrieg einen Entwicklungsschub und wird heute weltweit auf rund dreissig Hektar angebaut. Aber am wohlsten ist es ihr am Hang von Vétroz. Überreif ist sie ein Traum. Der Wein mit seinem goldgelben Strahlen, den goldenen Reflexen und dem weiten, grosszügigen Bukett ist ein einzigartiges Degustier-Erlebnis. Am Gaumen fallen kandierte Früchte, Zitrusfrüchte, Honig und Vanille auf. Zu keiner Zeit überdeckt der grosse Zucker- und Alkoholgehalt (14%) die subtilen Aromen. Der überreife Amigne geniesst einen weltweiten Ruf. Gelagert wird er noch edler.

 

Jean-René Germanier, Route Cantonale 285, 1963 Vétroz, T. 027 346 12 16.

ERINGER RINDFLEISCH, DAS HÖCHSTE DER GAUMENGEFÜHLE

 

Mit seinem mächtigen Hals und seiner breiten Stirn ist das Eringer-Rind perfekt für die Berge gerüstet. Auf der Alp und beim Königinnenkampf treten die lebhaften Tiere gegeneinander an. Der uralten Rinderrasse gefällt es in der Höhe und sie verbringt die meiste Zeit in den Bergen, wo sie mit Vorliebe Kräuter frisst. Ihr Fleisch hat denn auch Charakter, ist wild und unverfälscht. Es wird auf den Höhen des Kantons Wallis in kleinen Mengen nach traditioneller Handwerksart hergestellt. Die Keule als edler Teil des Tieres ist ideal für die Herstellung von einzigartigem Trockenfleisch, das von Hand gepökelt und getrocknet wird. Das Eringer Fleisch wird in den Restaurants und Metzgereien der Region unter dem Gütesiegel «Fleurs d’Hérens, Walliser Fleisch» feilgeboten.

 

Eringer Fleisch ist unter anderem bei den Geschäften der Boucherie du Grand-Saint-Bernard erhältlich:
Place du Clocher 18, 1937 Orsières, T. 027 783 12 15;
Chemin de la Chapalette 1, 1933 Sembrancher, T. 027 785 30 40;

Grand-Rue 20, 1890 Saint-Maurice, 024 485 30 27;
Rue du Grand-Pont 46, 1950 Sitten, 079 510 90 53.

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