de «Vanlife», Ideen für Nomaden und die Reize des Einfachen

FREIZEIT UND AGROTOURISMUS - 2022

IN KÜRZE

Ein Augenmerk auf die Neuheiten im Bereich Freizeit und Agrotourismus

news_sommaire_22

FOKUS

Seit über 40 Jahren helfen Freiwillige den Landwirten in der warmen Jahreszeit. Eine wertvolle Unterstützung

fokus_sommaire_22

DOSSIER

Swisstainable: Ein neues Label von Schweiz Tourismus bezeichnet die nachhaltigsten Destinationen.

dossier_sommaire_22

DOSSIER

Swisstainable: Reisen kann also wirklich nachhaltig sein

dossier_sommaire_01_22

DOSSIER

In Morges verlangsamt man den Schritt ganz ohne Schuldgefühl

dossier_sommaire_02_22

DOSSIER

Im Entlebuch ist die Nachhaltigkeit von der Unesco anerkannt

dossier_sommaire_03_22

DOSSIER

Charmey verpasst es nicht, seine Region aufzuwerten

dossier_sommaire_04_22

AUSFLUG

Die fünf spektakulärsten Eisenbahnstrecken der Schweiz

ausflug_sommaire_01

AUSFLUG

Eine spektakuläre Reise durch die Alpen

dossier_sommaire_22

AUSFLUG

Der Charme der Belle Époque im Herzen des Pays-d'Enhaut

ausflug_sommaire_03

AUSFLUG

Königliche Aussichten im Trient-Tal

ausflug_sommaire_04

AUSFLUG

Tauchen Sie ein in die Postkartenkulisse des Berner Oberlandes

ausflug_sommaire_05

AUSFLUG

Die zauberhafte Perle des Tessins

ausflug_sommaire_06

PRAKTISCHES

«Vanlife», Inspiration für Nomaden

parktisch_sommaire_22

PRAKTISCHES

«Vanlife», Ideen für Nomaden und die Reize des Einfachen

Praktisches_sommaire 2

SHOPPING

So sind Sie für die Wanderung gut gerüstet

Shopping_sommaire

BÜCHER

Eine Reise durch die Seiten

bucher_sommaire

ADRESSEN

Unsere guten Adressen in den Kantonen Appenzell, Bern und Freiburg

adresse_sommaire_01

ADRESSEN

Unsere guten Adressen in den Kantonen Graubünden, Jura, Neuenburg, Schwytz und Uri

adresse_sommaire_02

ADRESSEN

Unsere guten Adressen in den Kantonen Wallis, Waadt und Zug

Adressen_sommaire

PRAKTISHES

«Vanlife», Ideen für Nomaden und die Reize des Einfachen

 

Mit der schönen Jahreszeit kommt unweigerlich die Lust auf Leichtigkeit und Flucht...
Wenn Sie das Bedürfnis nach Autonomie und Entdeckung verspüren, lassen Sie sich von einem minimalistischen Lebensstil an Bord eines umgebauten Fahrzeugs verführen. Doch damit diese Ausflüge ein Erfolg werden, müssen sie vorbereitet werden.

Mit dem Wohnmobil zu reisen, ist keine neue Erfindung. Man muss bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts zurückgehen, um die Pioniere auf diesem Gebiet zu finden, Privatpersonen, die gerne an ihren Fahrzeugen herumbastelten. Um weit und komfortabel reisen zu können, bauten sie auf raffinierte Weise Geräte in ihre Autos ein, die ihnen entgegenkamen. So besassen manche ein Dienstmädchenzimmer, ein Klavier oder sogar ein Telefon, das vom Personal an jeder Station der Reise angeschlossen wurde. Anfang der 1950er Jahre kamen die ersten Serienmodelle auf den Markt, die sich schnell durchsetzten – in Deutschland der berühmte VW Bus, aber auch in England und vor allem in den USA, wo ihr Erfolg überwältigend war. Bis heute ist die Begeisterung für diese Art der Fortbewegung und des Wohnens für den Urlaub oder für längere Zeiträume ungebrochen...
Aber was ist «Vanlife»? Es handelt sich dabei sowohl um ein Fahrzeug als auch um eine Lebensphilosophie, die auf bestimmten Werten wie Einfachheit, Minimalismus und dem Wunsch nach Austausch beruht. Der «Vanlifer» oder Camper sehnt sich nach dem Wesentlichen, er ist ein Nomade, der Begegnungen sucht und sich während seiner Reise von Überflüssigem trennen möchte. Er sehnt sich danach, näher an der Natur zu leben und jeden Tag den Sonnenaufgang in wilden, sich ständig verändernden Landschaften zu beobachten. Doch auch wenn es für viele ein Synonym für Freiheit ist, erfordert diese Art der Fortbewegung eine gewisse Organisation. Damit Sie das Beste aus Ihrem nächsten Roadtrip machen können, sollten Sie sich gut vorbereiten... und los gehts!

 

CAMILLE SALADIN

Die unentbehrlichen Helfer

• Elektrische Verlängerungskabel
• Stirnlampe
• Mückenschutzmittel
• Klappstühle und -tisch
• Trichter
• Benzinkanister
• Schläuche und Verbindungsstücke
• Schweizer Messer
• Klebebandrolle
• Verdunkelungsrollos
• Werkzeugkiste
• Keile
• Tasche für Einkäufe
• Gasflasche
• ...

ENERGIE-AUTONOMIE SICHERSTELLEN

Heizung, Lüftung, Kochen, Aufladen von elektronischen Geräten, Beleuchtung, Wasserpumpe...
In einem Van sind die Ressourcen begrenzt und können schnell aufgebraucht sein. Wenn Sie Ihre Route und die Dauer der Fahrten planen, sollten Sie die Kapazität Ihrer Batterien berücksichtigen.
Je nachdem, wie Ihr Fahrzeug ausgestattet ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Batterien aufzuladen: Photovoltaikanlagen, eine 220-V-Steckdose auf einem Campingplatz oder während der Fahrt. Um die Reichweite zu erhöhen, sollten Sie in eine zweite Batterie investieren, die bei Bedarf als Zusatzbatterie dient.

DAS BLAUE GOLD VERWALTEN

Die regelmäßige Nutzung der Küche macht es erforderlich, die Tanks zu füllen und an geeigneten Stellen zu entleeren. Je nach den verwendeten Produkten darf das Abwasser nicht in die Natur geleitet werden, da es nicht abbaubare chemische Rückstände enthalten könnte. Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise, wo Sie dies tun können: auf Campingplätzen, an Tankstellen, auf Parkplätzen und an Autobahnraststätten. Denken Sie auch daran, Behandlungsmittel wie Wasserfilter, Geruchsbekämpfungsmittel, antiseptische ätherische Öle und Wasserreinigungstabletten mitzunehmen.


Eine Karte der in der Schweiz vorhandenen Entsorgungsplätze findet sich auf www.tcs.ch

SICH FÜR DIE NACHT EINRICHTEN

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Raststätten und Rastplätze entlang der Nationalstraßen können sehr praktisch sein, aber es ist verboten, sich sichtbar niederzulassen (also keine Tische und Stühle für den Aperitif aufstellen!), ebenso wie öffentliche Parkplätze. Das Übernachten auf Parkplätzen ist jedoch nicht überall erlaubt. Ein Campingplatz ist die bequemste, aber auch teuerste Möglichkeit, die Batterien aufzuladen und Trinkwasser zu tanken. Auch Privatpersonen können Ihnen ein Stück ihres Grundstücks vermieten. Wildes Campen außerhalb von Naturschutzgebieten unterliegt den Entscheidungen der jeweiligen Gemeinde. Zögern Sie nicht, sich zu erkundigen, bevor Sie es sich bequem machen.

 

Übersicht über die in der Schweiz verfügbaren Wohnmobilstellplätze: www.womoland.ch

Campingplätze: www.swisscamps.ch

Bestimmungen der einzelnen Kantone zum Biwakieren: www.tcs.ch

Plattform, die Grundstücksbesitzer auflistet, die Camper in ihrer grünen Umgebung willkommen heissen: www.nomady.ch

«DO IT YOURSELF»

Um Geld zu sparen oder aus Liebe zum Heimwerken, der Trend geht hin zur individuellen Gestaltung. Warum also nicht die kreative Ader ausleben und sich einen massgeschneiderten Van ausbauen? Dafür ist eine gute Planung notwendig.


Definieren Sie Ihre Bedürfnisse

Gehören Sie zu den Menschen, die mit einer Tasse Kaffee aufwachen? Möchten Sie Ihre Bücher mitnehmen können? Möchten Sie von Ihrem Auto aus arbeiten können? Erstellen Sie eine Liste mit den Wünschen, die Sie auf Reisen erfüllen möchten, und den Gewohnheiten, die Ihnen wichtig sind.


Pläne machen

Von Hand oder mit einer 3D-Software können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und gleichzeitig an praktische Dinge denken, wie z. B. die Lage der Küche, der Schlafplätze, der Belüftung, der Küchenarmaturen oder des elektrischen Schaltplans. Zögern Sie nicht, sich bei diesem Schritt von einem Fachmann helfen zu lassen.


Handwerken

Falls Sie noch wenig handwerkliche Erfahrung haben, können Sie sich dabei Grundkenntnisse in Tischlerei, Elektrik oder Isolierung aneignen. Zum Abschluss können Sie Ihren Van innen auf vielfältige Weise einrichten, sei es durch das Sammeln von Möbeln oder durch den Kauf von Einrichtungssets.


Zu den Kosten

Für Ihren Traumwagen müssen Sie mindestens 300 Arbeitsstunden und 30’000 Franken einplanen (10’000 Franken für den Kauf des Gebrauchtwagens und etwa 20’000 Franken für den Innenausbau).

DIE TOUR, DIE MAN NICHT VERPASSEN DARF

Wenn man eine Route nennen müsste, die für Camperfreunde ein Muss ist, dann wäre es die Grand Tour of Switzerland. Diese über 1600 km lange Rundreise führt Sie vorbei an 22 Seen, 5 Alpenpässen und 12 Unesco-Weltkulturerbestätten wird Sie begeistern! Je nach den Aktivitäten auf der Strecke und der Zeit, die Sie zum Verweilen benötigen, können Sie die Strecke in 8 oder 21 Tagen zurücklegen. Die Karte der Route ist auf myswitzerland.com verfügbar. Details zu den einzelnen Etappen finden Sie auch unter www.tcs.ch und

www.womoland.ch

FOTOS: DR / ADOBESTOCK